Der erste Preis für die Brasilien-AG des 
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums

Kategorie 4, 1. Preis Preisverleihung mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Virtuelle Preisverleihung des 1. Platzes mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Gewinner Kategorie 4)

 

Am vergangenen Donnerstag, 10.12.20, fand die Preisverleihung zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in einer live gestreamten Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier statt. Zu diesem Zeitpunkt war die genaue Platzierung der nominierten Preisträger noch ein Geheimnis, das mit viel Spannung im Laufe dieses Events vom live zugeschalteten Publikum erwartet wurde. Der Jubel war groß, als die Schülerinnen der Brasilien-AG, die gespannt vor der Leinwand saßen, erfuhren, dass sie mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurden, der mit einem Gewinn von 2000 Euro dotiert ist.
„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und die Würdigung des Engagements unserer Schülerinnen und Schüler der Brasilien-AG. Das motiviert natürlich umso mehr dazu, die Partnerschaft mit dem Gonzalinho-Projekt in Brasilien, die wir seit 20 Jahren als Schulgemeinschaft tragen, auch in Zukunft fortzuführen“, so Christian Schulz, kommissarischer Schulleiter am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium.
Der Wettbewerbsbeitrag, mit dem sich unsere Schule um diesen Preis beworben hat, ist das 20-minütige Video „Tomaten für Kinder statt Soja für Rinder“. Das Filmmaterial zu diesem Beitrag haben die Schüler*innen der AG während der verschiedenen Austauschbegegnungen mit ihren brasilianischen Partnern gedreht. In mehreren Wochenend-Seminaren haben sie das Material geschnitten, Untertitel und Überschriften getextet und Musik unterlegt. Der inhaltliche Fokus des Videos liegt auf dem Problem des übermäßigen globalen Konsums von Billigfleisch. Mit anschaulichen Beispielen und Interviews zeigen die Jugendlichen im Film die damit verbundenen Folgen in Mato Grosso, der Region ihrer brasilianischen Partner*innen, auf: Die Ausweitung von Monokulturen für den Export von Viehfutter, die Umweltzerstörung durch Agrargifte, die Gefährdung kleinbäuerlicher Landwirtschaft und indigener Lebensräume. Die Jury begründete ihre Auszeichnung der Metzinger Schüler*innen damit, dass es sich um ein beispielhaftes Projekt für partnerschaftliche Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Lebenswelten handelt. Aus der ganzheitlichen Betrachtung resultiere die Möglichkeit eines Perspektivwechsels und die Erkenntnis, dass das eigene unbedachte Konsumverhalten starke soziale und ökologische Folgen für Menschen weltweit hat. Es wurde demonstriert, dass der Aufkauf von Ländereien durch Großkonzerne nicht nur Subsistenzwirtschaften zerstört, sondern auch zur Abholzung von Urwald und starkem Einsatz von Pestiziden führt, was verheerende Folgen für Mensch und Umwelt im Globalen Süden hat. Dadurch, dass das Projekt als Langzeitprojekt angelegt ist, lässt es eine intensive Auseinandersetzung mit dem Themenschwerpunkt zu und fördert eine Begegnung auf Augenhöhe. Da der Titel ein Eye-Catcher ist, bietet er Gesprächsstoff, macht neugierig und erhöht somit den Multiplikatoreneffekt. Die Jury beeindruckte der Beitrag, der aus einer beispielhaften partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Akteuren im Globalen Süden heraus entstand. Dabei entwickelten Schülerinnen und Schüler gemeinsam Lösungen und Handlungsoptionen für beide Seiten.
Auch dass die Partnerschaft zwischen den Jugendlichen aus Metzingen und Brasilien gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern getragen wird, erleben alle Beteiligten als bereichernd: So hat die katholische Bonifatius-Gemeinde die Trägerschaft der zwei FSJ-Einsatzstellen im Kinderprojekt Gonzalinho inne und der Weltladen Metzingen ist bei jedem Austauschbesuch eine Anlaufstelle für globales Lernen.  
Im Vorfeld der Preisverleihung kam ein professionelles Filmteam aus Berlin an die Metzinger Schule um ein 4-minütiges Video über die Arbeit der Brasilien-AG zu drehen, das am Donnerstag im Livestream gezeigt wurde. „Ich war beeindruckt, wie souverän die Schüler und Schülerinnen der AG in den Interviews die komplexen politischen Inhalte unseres Films in Worte fassen konnten“, sagte ihre Lehrerin Katja Polnik im Anschluss. Sie ist überzeugt, dass die Jugendlichen das, was sie bei den Dreharbeiten gelernt haben, nicht mehr vergessen werden, und nennt als Beispiel die Antwort eines brasilianischen Aktivisten der Landlosen-Bewegung MST auf die Schüler-Frage, wie es sich denn jemand mit wenig Geld leisten solle, nicht das Discounter-Billigfleisch zu kaufen: „Dann müsste man wahrscheinlich tatsächlich etwas weniger Fleisch essen und dafür besseres! Merk dir: das Soja, das von hier zu euch exportiert wird, wird hier mit chemischen Stoffen behandelt, die bei euch verboten sind, trotzdem wird es in Deutschland an eure Tiere verfüttert.“ 
Obwohl der Film die Schattenseiten der globalen Nahrungsmittelindustrie thematisiert, endet er mit optimistischen Bildern aus dem Kinderprojekt: Die brasilianischen Kinder legen zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Gemüse-Beete an und die Kinder zeigen die vielen Tomaten-Setzlinge, die sie neu eingesetzt und mit Wasser aus dem Brunnen gegossen haben. Auf die Frage, wer von ihnen auch am Wochenende bereit ist, ins Projekt zu kommen um die Pflanzen zu gießen, ist ein vielstimmiges „eu“ („ich“ auf Portugiesisch) zu hören.



Zum Bericht des SWR Aktuell BW

Zum Bericht der Südwest-Presse (9.12.20)

Preisverleihung mit Kamerateam

Spendenrundbriefe

28. Spendenrundbrief

Winter 2020

Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!

Unsere Corona-Solidaritätsaktionen gehen weiter. Während unser Fokus in der ersten Welle, die uns alle unvorbereitet getroffen hat, auf reiner Nothilfe lagen, haben wir im Sommer begonnen, nachhaltiger zu denken und mit unseren Partner*innen zusammen „Hilfe zur Selbsthilfe“- Strategien zu überlegen. Da wir in diesem Jahr drei hochdotierte Förderpreise gewonnen haben, haben wir zusätzlich zu euren Spenden, mit denen die Löhne der Erzieherinnen bezahlt werden, noch 12 000 Euro zur Verfügung um unsere nächsten Pläne umzusetzen. Unser Freund Sanzio, der 6 Jahre lang Leiter des Goncalinho-Kinderhauses war, hat das Motto dafür in ein Bild gefasst: „Gib ihnen nicht einen Fisch, sondern eine Angel und lehre sie angeln“. Da er dem Projekt und unserer Partnerschaft weiterhin verbunden ist und inzwischen als Kleinbauer in einer Agrarreformsiedlung arbeitet, hat er die folgende Idee mit dem Projekt-Team und uns entwickelt:
Das Goncalinho-Projekt wird Stadtteil-Garten.
Ein Hühnerstall mit 200 Hühnern plus Gemüseanbau auf dem Grundstück des Projekts sollen den Familien der Goncalinho-Kinder, aber auch der Nachbarschaft dabei helfen, die stark gestiegenen Lebensmittelpreise auszugleichen. Was es seit 20 Jahren nicht mehr gab, ist jetzt wieder Realität geworden, nämlich, dass es in Brasilien echten Hunger gibt. Die Idee des Gemeinschaftsgartens als Stadtviertelprojekt entstand auch daraus, dass der Lockdown (seit Mai sind in Cáceres die Schulen geschlossen) sowohl für die Erzieherinnen als auch für die Kinder eine Lähmung zur Folge hatte, die von den verheerenden Bränden um und in Cáceres verstärkt wurde: Man hatte das Gefühl, gar nichts mehr tun zu können, keine Handlungsmöglichkeiten angesichts einer sich stetig verschlimmernden Lage zu haben. In den Garten können (und müssen!) jetzt die Kinder mit ihren Eltern oder Geschwistern abwechselnd kommen und die Hühner versorgen, die Beete gießen etc., auch die Nachbar*innen werden in die Arbeit eingebunden, wenn sie das möchten. Die aktuelle Kinderhausleiterin Suellen hat für sich gesagt: „Ich bin so froh, dass wir endlich wieder etwas tun können, was Kontinuität hat und über die einzelnen Maßnahmen Warenkörbe an die Familien zu verteilen hinausgeht. Etwas mit Perspektive, woran sich die Kinder beteiligen können, selbst wenn sie nicht alle auf einmal im Projekt sein können. Die Bilder zeigen die Vorbereitungen: Der Kostenvoranschlag für das Hühner-Gehege, die Küken, die Setzlinge und Samen für die Gemüsebeete. In den nächsten zwei Wochen werden die jungen Leute von der Agrarkooperative ihre Tiere und Pflanzen – die wir aus den Mitteln der Förderpreise bezahlen – ins Goncalinho-Projekt bringen und beim Aufbauen helfen. Sie haben die Küken und das Saatgut bei den klein-bäuerlichen Familien in ihrem Dorf gekauft.
Drei Preise gewonnen:
Besonders freuen wir uns, dass wir beim entwicklungspolitischen Wettbewerb den ersten Platz belegt und damit 2000 Euro gewonnen haben. Letzten Donnerstag, 10.12.2020, war die feierliche Preisverleihung mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie hätte eigentlich in Berlin stattgefunden, aber auch als Livestream-Veranstaltung war es beeindruckend. Unser Wettbewerbs-beitrag, mit dem wir teilgenommen haben, war der 20-minütige Film „Tomaten für Kinder statt Soja für Rinder“, den wir zum Thema Fleischkonsum und Sojaanbau aus dem Filmmaterial der letzten 10 Jahre Brasilienaustausch erstellt haben. (Der Film ist zu finden wenn ihr unten auf den "YouTube Button" klickt.) Der Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro für „Maßnahmen um die Corona-Pandemie-Folgen auf das Leben unserer Partner*innen“ abzufedern wurde uns von der „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit“ (SEZ) bewilligt, die das Projekt „bwirkt“ mithilfe von Mitteln des Landes Baden-Württemberg organisiert. In einem 17-seitigen Antrag haben wir unsere Projektidee dargestellt, die von der Jury als überzeugend beurteilt wurde.
Weitere 1500 Euro haben wir – mit Hilfe auch eurer Stimmen – beim Sparda-Schulwett-bewerb gewonnen, der am 3.12.2020 zu Ende ging. Danke für die Unterstützung!
Wasserversorgung im Chiquitano-Dorf Acorizal:
Wie in vielen Regionen der Welt führt auch in Mato Grosso der Klimawandel und die intensive, industriell betriebene Landwirtschaft zu Wasserknappheit. Unsere Partner*innen im bergigen Grenzgebiet zu Bolivien, die Indigenen vom Stamm der Chiquitanos, versorgen ihr Dorf seit langem mit sauberem Trinkwasser, indem sie Schläuche von den höhergelegenen Quellen zum Dorf legen. Durch das Gefälle wird das Wasser über 3 km in Zisternen transportiert. Solange es mehr als genug Wasser gab, war es kein Problem, dass die Schläuche alt und porös waren. Da jetzt aber immer weniger Wasser aus den Bergen kommt, war es dringend notwendig, die Schläuche zu erneuern um nichts von dem kostbaren Gut zu verlieren. Für 1000 Euro konnten sie neue Schläuche legen und auch einige Zisternen neu bauen. Diese sind wichtig, weil sie das Wasser für die Trockenzeit speichern und auch Regen auffangen. Um die Dringlichkeit unserer Unterstützung für die Chiquitanos zu verstehen, kann man sich z.B. auf der Website der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ informieren.

27. Rundbrief  Juli 2020


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Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!

Die letzten Monate waren geprägt durch die tiefen Einschnitte der Corona-Pandemie. Bei unseren Partner*innen im Goncalinhoprojekt kam das Virus später an als in Europa, aber dafür mit um so heftigeren Auswirkungen. Wir haben Ihnen und euch ja im Frühjahr schon zwei Sonderrundbriefe mit unseren Corona-Solidaritätsaktionen geschickt, die wir in diesem Brief nicht wiederholen, sondern ergänzen. Brasilien ist inzwischen das am zweitstärksten von Corona betroffene Land mit zwei Millionen Infizierten. Trotz des Lockdowns in Cáceres ist auch das Goncalinho-Team nicht tatenlos geblieben, sie haben sich mit Erfolg bei einem lokalen Ernährungssicherungsprojekt in Cáceres beworben. Sie bekamen die Produkte von regionalen Kleinbauern, um sie dann auf die Familien der Projektkinder aufzuteilen. Solche Aktionen ermöglichen es auch den Erzieher*innen, mit den Kindern in Kontakt zu bleiben und trotz Schul- und Projektschließung ein Auge darauf zu haben, ob es den Kindern gut geht und wie die familiäre Situation daheim ist. Wir freuen uns sehr, dass wir den drei jungen Erzieherinnen Suellen, Jackie und Drika (von denen eine neulich vermutlich Corona durchgemacht hat, aber ohne die Möglichkeit sich testen zu lassen) weiterhin einen sozialversicherungspflichtigen Mindestlohn zahlen können, mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und natürlich auch während des Lockdowns.
Wie wir schon erzählt haben, musste unser FSJ-ler Julian Ende April schweren Herzens sein Auslandsjahr abbrechen, weil wir es als Einsatzstelle nicht verantworten konnten, ihn in diesen Zeiten im Ausland zu lassen. Dafür hat er mit großem Engagement zuhause unglaublich viele Community-Masken genäht, die er u.a. über den Weltladen verkauft hat. Damit hat er die Mundschutz-Nähaktion der Brasilien-AG unterstützt, durch die schon mehrere Hundert Euro Erlös erwirtschaftet werden konnten. Auch in der Lokalzeitung wurde ausführlich darüber berichtet, welchem Spendenzweck der Mundschutz-Verkauf zugute kommt. Viele der Schüler*innen, die beim Nähen mitgemacht haben, waren damit einverstanden, mit ihrem Bild bei unserem Plakat „du geschützt – ich geschützt“ dabei zu sein, von dem jetzt 10 Stück im Schulgebäude verteilt hängen. Wir möchten damit auch einen Beitrag zur Akzeptanz der Masken bei den Schüler*innen leisten. Viele unserer Schüler*innen haben gesagt, dass sie es eigentlich sehr vernünftig und nachvollziehbar finden, in den engen  Gängen des Gebäudes andere durch das Tragen zu schützen, wollen damit aber nicht in der Minderheit sein. Die Hoffnung, die viele im Juni noch hatten, dass „Corona vorbei“ sei, scheint sich leider nicht zu bewahrheiten, und die Anzahl der Schüler*innen, die bereit sind, das Mundschutztragen als eine Geste der Solidarität mit gefährdeteren Menschen zu praktizieren, steigt sichtbar. 

Die Brasilien-AG stand die ganze Zeit über in engem Kontakt mit unseren Partner*innen und verfolgte die erschreckenden Entwicklungen dort. Es zeigte sich zunehmend: Das Virus bedroht alle mit der gleichen Krankheit, aber die Folgen sind nicht für alle gleich. Für die Hilfsorganisation medico international habe ich auf einer Kundgebung in Tübingen zu einem gerechteren Gesundheitssystem und besserer Entlohnung der Pflegekräfte einen Redebeitrag gehalten, um auf die Auswirkungen der Pandemie in Ländern des globalen Südens aufmerksam zu machen wie z.B. auf die Indigenen in Brasilien oder die Textilarbeiterinnen in Bangladesch.

Seit unserem letzten Rundbrief gab es – man hat es fast schon vergessen – noch eine kurze Phase von Normalität. Das viel bespielte Fußballfeld brauchte einen Neuanstrich, das während einer Übernachtungsaktion mit den Älteren der Goncalinhokinder entstanden ist. Bei Flutlicht Beleuchtung wird nach dem Abendessen noch Basketball gespielt. Tagsüber ist es häufig zu heiß für körperliche Arbeit ohne Schatten. Die regelmäßigen Ausflüge zu einem der verschiedenen Badeplätze in der Nähe sind deshalb für die Kinder immer Highlights. Mit etwas Glück können wir in den nächsten Monaten noch verstärkt unsere Corona- Aktionen fortsetzen, weil wir uns bei der „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit“, die vom Land Baden-Württemberg unterstützt wird, um Fördermittel beworben haben, mithilfe derer die Folgen der Pandemie auf die Partner-organisationen von Nord-Süd-Partnerschaften bekämpft werden sollen. Unser nächstes Vorhaben ist eine Nothilfe-Aktion für die Chiquitanos, unsere indigenen Partner*innen im Dorf Acorizal. Sie haben uns geschrieben, dass sie ein akutes Wasserproblem haben, weil die Infrastruktur, die das Wasser von der Quelle ins Dorf leitet alt, porös und teilweise undicht sind und die Holzkonstruktion sehr labil ist. Sie soll durch eine gemauerte Konstruktion ersetzt werden. Gerne nehmen wir Spenden dafür unter dem Stichwort „Wasser“ an. 

Sonderrundbrief  April 2020 (Solidaritätsaktion II)

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Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!

Im März haben wir Ihnen ja schon erklärt, warum wir in diesen Zeiten besondere Solidaritätsaktionen planen. Hier kommt nun die Fortsetzung. Danke auch für alle extra Spenden, die inzwischen auf unserem Konto eingegangen sind. 
1. Das Goncalinho-Projekt und die Produkte der Landlosenbewegung: Inzwischen ist die Aktion für die Familien der Goncalinho-Kinder angelaufen. Die Idee wurde vom Projekt-Team zusammen mit den Jugendlichen unseres Austauschs weiterentwickelt und sieht so aus: Zusammen mit den Erzieherinnen des Teams besuchen die jugendlichen Austauschteilnehmer*innen die Familien an der Haustür (natürlich mit Abstand) und führen eine Bedarfserhebung durch: Können bzw. müssen die Eltern noch arbeiten? Erhalten sie einen Lohn? Werden teure Medikamente benötigt? Können die nötigen Lebensmittel noch eingekauft werden? Gibt es gravierende Probleme im Familiensystem? Mit den Ergebnissen dieser Erhebung setzen sie sich zusammen und verteilt, zunächst auf dem Papier, die zur Verfügung stehenden Ressourcen – bis jetzt haben wir ein Minimum von 2000 Euro zugesagt, erhöhen das aber je nach Spendeneingang. Das Team zahlt jedoch den Familien kein Geld aus (leider sind viel zu viele der Eltern abhängig von verschiedenen Suchtmitteln), sondern liefert Warenkörbe, damit die Unterstützung auch wirklich bei den Kindern ankommt. Für den Lebensmitteleinkauf haben wir eine Zusammenarbeit mit der Kooperative der Landlosenbewegung MST beschlossen. Zu unserem Austauschprogramm gehörte ja schon seit der ersten Reise 2002 auch der mehrtägige Arbeitseinsatz in einer der Landreformsiedlungen der MST, so dass uns mit ihnen auch eine langjährige Partnerschaft verbindet. Die Rückmeldungen unserer Partner*innen von der MST sind aktuell, dass sie sich bisher gut schützen können, weil sie durch weitgehende Subsistenzwirtschaft wenig Berührungspunkte mit möglichen Infektionsorten haben. Ökonomisch geraten sie dennoch zunehmend in Not, weil es schwieriger wird, ihre Produkte zu verkaufen: Ein wichtiges Standbein war immer die jeweilige Schulmensa der umliegenden Schulen, die jetzt – wie bei uns momentan auch – geschlossen sind. Außerdem sinkt die Kaufkraft der bisherigen Abnehmer*innen auf den Dorfmärkten. Deshalb rannten wir mit der Idee, die Warenkörbe für die Familien mit ihren Waren zu befüllen, auf beiden Seiten offene Türen ein. 
2. Das Chiquitano-Dorf Acorizal: Die Soli-Aktion zugunsten des Indigenendorfes der Chiquitanos, von der wir im ersten Rundbrief geschrieben haben, ist vorläufig abgeschlossen. Mithilfe der Indigenenschutzbehörde FUNAI konnte der Kauf und Transport der Waren für 1000 Euro aus dem nächstliegenden Dorf (das ein paar Stunden entfernt liegt), organisiert werden, ohne dass sie ihre selbst verordnete Quarantäne durchbrechen mussten. Der „Caciqui“ Jose Arruda und Alexandra Leite, die in ihrer Dorf-Genossenschaft aktiv ist haben an alle Familien des Stammes Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis, Bohnen, Salz, Öl etc. verteilt. Alexandra hat uns geschrieben, dass diese Lieferung jetzt den Bedarf abdeckt, bis die Ernte dessen, was sie nach der Regenzeit gepflanzt haben, ansteht. 
Unsere nächsten Aktionen werden sein: a) die Arbeit der befreiungstheologischen Basisgemeinde „fé e vida“ von Padre Salomão und Vanda mit einer Spende zu unterstützen. In dieser Gemeinde am Stadtrand von Cáceres organisieren sich vor allem Menschen, die in der Umweltbewegung aktiv sind. Ihr Schwerpunkt ist der Kampf für sauberes (Trink-)Wasser und der Schutz des Rio Paraguay als Lebensgrundlage für die Fischer*innen, Kleinbauer*innen und indigenen Uferbewohner*innen. Sie machen mit dem selbstgebauten Hausboot der Gemeinde mit der Brasilien-AG 2021 eine mehrtägige Exkursion ins Herz des Naturschutzgebiets Pantanal. b) Auch an die Klinik in São Paulo, mit der unsere Partner*innen vom Gemeinschaftsgärten-Projekt „Cidades sem Fome“ zusammenarbeiten, werden wir nächste Woche eine größere Geldsumme für Gesichtsmasken und Schutzkleidung schicken. 

Sonderrundbrief  März 2020 (Solidaritätsaktion I)

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Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!
ausnahmsweise erhalten Sie außer der Reihe einen Rundbrief. Aber zur Zeit geschieht ja sowieso das meiste außerhalb des Gewohnten. Auch wenn das Gonzalinhoprojekt ebenso geschlossen ist wie die Schulen, fließen unsere monatlichen Spenden selbstverständlich weiter, denn in einem Land mit fast nicht existierendem sozialen Netz schlägt die Krise natürlich mit spürbar weniger Abfederung zu als bei uns. Wie die meisten Ihnen wissen, sind wir ja über unseren Jugendaustausch nicht nur mit dem Kinderprojekt, sondern auch mit verschiedenen anderen Partner*innen verbunden. Heute haben wir 1000 Euro (5600 Reais) Spende an das Chiquitano-Dorf Acorizal gesendet, von dem Geld, das die aktuelle Brasilien AG über Catering-Aktionen für die Reise erwirtschaftet hatte, die nun leider auf nächstes Jahr verschoben ist. In den harten Zeiten, die jetzt kommen, soll das Geld nicht tatenlos auf dem Konto herumliegen, wenn es anderswo dringend gebraucht wird: Die Chiquitanos haben für ihr Dorf absolute Quarantäne beschlossen (auch wenn der Präsident Bolsonaro alles tut um die Corona-Schutz-Maßnahmen, die die Bevölkerung mit großer Mehrheit wünscht, zu diskreditieren und aufzuheben). Niemand kommt rein, niemand geht raus ("Ninguem entra, ninguem sai"). Sie werden im Dorf Acorizal mit ein paar Grundnahrungsmitteln autark sein, sobald die nächste Ernte der Pflanzen ansteht, die jetzt am Ende der Regenzeit gepflanzt worden sind. Das dauert aber noch 2-4 Monate. Das letzte Jahr war ungewöhnlich trocken, daher haben sie wenig Vorräte an Lebensmitteln. Zum Glück ist sauberes Trinkwasser kein Problem und auch der Fischfang ist ein wichtiger Faktor. Mit den 1000 Euro werden sie vor allem Medikamente und Lebensmittel für die Zeit bis zur Ernte kaufen. Die Dorfgemeinschaft hat eine Genossenschaft gegründet, um die Produkte zu verkaufen, die sie über den Eigenbedarf hinaus erwirtschaften, v.a. Lebensmittel und Kunsthandwerk. Der Vorstand wechselt alle zwei Jahre, aktuell ist es José Arruda Mendes. Er wird uns alle Belege der Einkäufe einscannen und die Abrechnung machen. Er hat uns erklärt, dass die FUNAI (die staatliche Indigenen- Schutzbehörde) den Transport der Waren ins Dorf übernehmen wird, so dass sie ihre selbstgewählte Quarantäne nicht durch die Einkäufe gefährden müssen. Wer die Chiquitanos noch nicht kennt und etwas über unsere Besuche bei ihnen erfahren möchte, kann sich unseren neuen 20- Minuten-Film mit dem Titel "Tomaten für Kinder statt Soja für Rinder" anschauen. Noch eine Information: Unseren aktuellen FSJ-ler Julian mussten wir schweren Herzens zurückholen, weil alle Auslandsjahr-Freiwilligen zurückreisen mussten. Er ist gut wieder in Metzingen angekommen, auch wenn er viel lieber das Jahr dort beendet hätte. Danke, Julian, dass du dich mit so großem Einsatz und Erfolg dafür eingesetzt hast, dass alle Kinder Judo-Anzüge bekommen! Eine ehemalige Freiwillige, die seit Februar in Cáceres ist, hat sich entschieden, trotz Covid 19 vorläufig dort zu bleiben. In den nächsten Wochen werden wir noch mehr Spenden nach Brasilien schicken. Vor allem sprechen wir mit den Erzieherinnen des Projekts, wie existenziell die Not in den Familien der Goncalinho-Kinder ist, haben aber auch die Situation unserer anderen Partner*innen im Blick: die Umweltschutzorganisation „fé e vida“, die MST, Cidades sem Fome, ...). Bevor wir jedoch blindlings Geld schicken, reden wir genau und ausführlich mit ihnen, wo es gebraucht und wofür es ausgegeben wird. Zum Beispiel arbeitet Hans Temp in Sao Paulo eng mit einer Klinik am Stadtrand zusammen, in der die meisten der Favela-Bewohner behandelt werden, die in den Gemeinschaftsgärten von Cidades sem Fome arbeiten. Dort werden vor allem Masken und Schutzkleidung benötigt. Wer Leute kennt, die in der aktuellen Situation diese Spenden mit eigenen Beträgen ergänzen möchten, kann gerne unsere u. g. Spendenkontonummer weitergeben. Was in den nächsten Wochen über die festen Daueraufträge hinaus auf dem Konto eingeht, wird direkt weiter überwiesen. Es kann auch mit einem bestimmten Stichwort zweckgebunden gespendet werden. Falls es jemanden interessiert, wieviel Prozent Transfer-Gebühren dabei anfallen: Bei einer Überweisung von 1000 Euro zahlen wir 13 Euro Gebühr. Der momentane Kurs ist in diese Richtung ungewöhnlich "gut", das heißt, die 5600 Reais, die dort ankommen, sind sehr viel Geld. 

26. Rundbrief  Dezember 2019 

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Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!
In der Adventszeit beginnen die Familien sich zu überlegen, was es als Weihnachtsessen geben soll. Das ist in Brasilien nicht anders als hier, nur ist es ökonomisch schwieriger geworden, die Ideen umzusetzen, denn mit der Bolsonaro-Regierung ist die soziale Lage noch angespannter geworden und die Arbeitslosigkeit in Cáceres gestiegen. Suellen, die Kinderhaus-Leiterin, hatte die gute Idee, sich auf ein Nichtregierungsprogramm zu bewerben, bei dem Weihnachtshühnchen an bedürftige Familien verschenkt werden, die in gemeinnützigen Organisationen sind. Unser Metzinger FSJler, der seit August im Goncalinhoprojekt arbeitet, hat beim Verteilen geholfen und die strahlenden Gesichter fotografiert.
Auch beim Judo – die große Leidenschaft der Kinder, seit wir die Matten und Anzüge anschaffen konnten – wächst der brasilianische Anteil an der Finanzierung: mithilfe lokaler Sponsor*innen konnten mehr Judoanzüge für die Kinder gekauft werden, der Trainer leistet seine Arbeit weiterhin als ehrenamtliches Engagement und die Goncalinho-kinder durften bei einem großen Event auf dem Kathedralenplatz im Stadtzentrum ihre Künste mit den anderen Judokas messen.
Zusätzlich zu unserem FSJler Julian, war uns auch Jennifer eine große Hilfe, eine junge Reutlingerin mit brasilianischen Wurzeln, die für ein paar Wochen den Projektalltag mit den Kindern geteilt, mit Julian portugiesisch gelernt und mit dem Team Ausflüge organisiert hat, die nur mit mehr Aufsichtspersonen möglich sind.
Außer dem Schwerpunkt Judo waren die Fahrradtouren und – wie die Bilder zeigen – ein Ausflug zu einem natürlichen Badeort mit Quellwasser die Highlights im Herbstsemester.
Eine besondere Herausforderung stellt die Arbeit mit den Jugendlichen (vor allem Jun-gen, aber auch ein paar wenige Mädchen) in der Nachmittagsgruppe dar, die keine Kinder mehr sind, aber trotzdem noch so sehr am Projekt hängen, dass sie es nicht verlassen wollen. Die Betreuer*innen, die diese seit ihrer frühen Kindheit begleitet haben, ihre Entwicklung mitgeprägt haben, ihr Elternhaus und ihre persönlichen Probleme kennen, sind für sie wichtige Bezugspersonen. Oft sind diese jungen Menschen zerrissen zwischen dem coolen Macho-Gehabe einerseits, das sie für ihre „street credibility“ im Stadtviertel brauchen und dem inneren Kind andererseits, das sie dann in manchen Momenten dazu bringt, mit großer Hingabe Lego-Duplo Autos zu bauen, die sie völlig selbstvergessen übers Fußballfeld ziehen. Diese Jugendlichen nicht an das Leben in den Gangs zu verlieren, ist auch ein Anliegen des Projekts. Denn sobald sie durch das Tor gehen, gelten nicht mehr die Regeln von Solidarität und Rücksichtnahme, die sie hier drinnen gelernt haben, sondern das Recht des*r Stärkeren, welches das Gesetz der Straße ist.

Ausflug zum Semesterabschluss

Die Kinder der Nachmittagsgruppe

Das Team: Adriellen, Suellen, Lorival (ehemaliges Goncalinho-Kind arbeitet nun aktiv mit) und Jackeline

Judotreffen im Stadtzentrum

25. Rundbrief  Juli 2019 

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Liebe Unterstützer*innen des Goncalinho-Projekts!

Der Besuch unserer brasilianischen Partner-Jugendlichen im Winter ist mit vielen tiefen Emotionen und Erkenntnissen gut über die Bühne gegangen. Über die Bühne auch wörtlich gemeint, denn unsere Gäste haben uns an einem Abend beeindruckend von ihrem Land, ihrem Leben und ihrem Engagement in den verschiedenen Organisationen, die sie vertreten, erzählt. 
Danke auch für Ihre und eure Winterklamotten-Spenden, mithilfe derer wir die Alpen-Schneeschuh-Exkursion gut ausgerüstet mit der ganzen Gruppe machen konnten. Drei Tage auf der Berghütte im Schnee, fünf Tage deutsche Geschichte und Politik in Berlin und viel Begegnungsprogramm in der Umgebung von Metzingen, boten nicht nur den Brasilianer*innen, die zum Großteil noch nie die Grenze ihres Bundeslandes überschritten hatten, einen Blick über den Tellerrand, sondern auch den Metzinger Schüler*innen.
Der ProGo-Verein der ehemaligen FSJler*innen hat nach dem Weihnachtsmarktstand jetzt den nächsten Großeinsatz bewältigt: 300 selbstgemachte brasilianische Pasteis, die die Schüler*innen unserer aktuellen Brasilien-AG dann beim Sommerkonzert unserer Schule verkauften. Der Erlös ermöglicht den brasilianischen Betreuer*innen im Projekt pädagogische Fortbildungen, die wir uns schon lange für sie gewünscht hatten.

Und was gibt es Neues aus dem Projektalltag? Im letzten Rundbrief konnten Sie/ konntet ihr schon einen Bericht aus dem Tagebuch unserer FSJlerin Charlotte lesen, hier folgen noch weitere Auszüge über ihre Erfahrungen mit der Arbeit im Projekt: mit der Arbeit im Projekt: „Diesen April hatten wir aufregenden Besuch im Projeto Gonzalinho. Drei Vertreterinnen von der Charity Organisation ‚Casa de Amizade‘ schleppten eine Kiste voll Kinder und Jugendbücher an. Teil der Arbeit dieser Organisation ist, den Kindern in und um Cáceres den Spaß am Lesen näher zu bringen und damit gleichzeitig Werte zu vermitteln. Das spiegelte sich in den Büchern sehr gut wieder, spielerisch veranschau-lichen sie verschiedenste Themenbereiche, die in der Entwicklung der Kids eine wichtige Rolle spielen. Wir durften die Bücher für einen gesamten Monat bei uns behalten und zum Abschluss gab es samstags ein Zusammentreffen um der Organisation und den Eltern der Kinder zu präsentieren, was wir in diesem Monat gelernt hatten. Nach Brasilien kommend, erwartete ich vom Gonzalinho Projekt und ebenfalls von mir Großartiges. Täglich aufregende Aktivitäten, Ausflüge und Bildungschancen für die Kinder. Etwas ernüchtert war ich schon, als ich dann bemerkte, dass die Realität viel weniger aufregend aussah. Viele Tage verbrachten wir mit Kartenspielen und auf dem Fußballfeld. Natürlich gab es eben auch diese Tage, an denen man sich ausgiebig mit wichtigen Themen auseinandersetzte, den Kindern eine Lehre erteilte oder den gesamten Tag in eine Aktivität verwickelt war, sodass wir und die Kinder, am Ende des Tages, am liebsten noch ein paar Stunden länger geblieben wären. Das waren wunderbare Tage, die uns allen in lebhafter Erinnerung bleiben werden. Doch ich lernte, dass das Wichtigste am Projekt nicht das Großartige ist oder das Außergewöhnliche, sondern das Alltägliche. Dass die Kinder seit vielen Jahren, Tag ein Tag aus an einen Ort kommen, an ein zweites Zuhause, mit bekannten Gesichtern, denen sie vertrauen können, bei denen sie sich aufgehoben fühlen, in jeglicher Situation. An einen Ort, an dem Freundschaft und Zuneigung an erster Stelle steht, ob die Kinder schlecht in der Schule sind oder schwierige Familiensituationen haben, ob groß oder klein, ob sie lieber mit Lego spielen oder draußen wild einem Ball hinterherrennen. Das Projekt ist ein Zuhause und eine kleine Gemeinde, in der wir mit Geduld den Kindern beim Heranwachsen zuschauen und helfen.“
Das Highlight des Jahres – dem aber auch eine geduldige und kontinuierliche Arbeit im Alltag vorausgegangen ist – war sicher der Judo-Wettkampf, an dem die Gonzalinho-Kinder teilgenommen haben. Ehrenamtlich hat ein Judo-Meister sie seit letztem Jahr ein Mal pro Woche trainiert, die Matten und Anzüge haben wir über einen Zuschuss der Stiftung „children for a better world“ kaufen können. Allein schon die Tatsache, dass die Kinder sehen, sie sind wichtig genug, dass Judo-Profis sie in ihrem Projekt besuchen und mit ihnen diesen Wettkampf durchführen, bedeutet ihnen sehr viel, weil es eine Wertschätzung zeigt, die für Kinder ihres Viertels und ihres Milieus keine selbstverständliche Erfahrung ist. Sie sind es gewohnt, dass für ihre Bedürfnisse, ihre Bildung, ihren Sport und ihre Gesundheit im Regelfall kein Geld da ist und wenig ausgebildetes Personal, das sich auch noch mit Hingabe auf sie einlässt.

Neu im Projekt: Judo 

Seit März 2018 gibt es jeden Dienstag Judo Unterricht im Projekt. 
Hierfür haben wir Unterstützung vom Verein „Children for a better world“  bekommen, um das Material anzuschaffen. 

Austausch im vergangenen Winter

Die Projektkinder erarbeiten Alltagsregeln für das Projekt

Judotraining im Projekt

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Brasilienprojekt St.Bonifatius / Katja Polnik
IBAN: DE89 6405 0000 0000 9490 99

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