Freiwilligendienst im Gonçalinho-Projekt in Cáceres

Wir freuen uns über dein Interesse!
Unsere Freiwilligendienststellen können nun wieder besetzt werden,
nach einer Pause aufgrund der Corona-Pandemie.
Falls du diesbezüglich Fragen hast, richte diese bitte an Katja Polnik per Email an:
 info@brasilienprojekt.org

Was zeichnet den Freiwilligendienst aus?

Für unsere 2 Auslandsdienststellen, die über das Programm „Weltwärts“ organisiert sind, sind nicht nur frische Schulabgänger*innen, sondern gerne auch junge Menschen bis etwa 25 Jahren angesprochen, die schon etwas mehr Berufs- und Lebenserfahrung haben. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend).

Im Gonçalinho-Projekt werden Kinder der ärmeren Familien in Cáceres von einem gemischten Team aus Brasilien und Deutschland betreut. Wer in Brasilien für sein Kind eine Betreuung außerhalb der (nur halbtägigen) Unterrichtszeit braucht, muss private Einrichtungen bezahlen – für die Eltern der Kinder, die sowieso schon mehrere Jobs gleichzeitig annehmen müssen um überhaupt eine Familie ernähren zu können, ist das nicht möglich. Und grade sie sind besonders auf eine Kinderbetreuung angewiesen. Durch das Goncalinho-Projekt erfahren die Kinder Zuwendung und haben eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ihnen wird hier eine bessere Perspektive geboten als zu stehlen, zu dealen oder sich einer Bande anzuschließen. Im Jahr 2008 haben die Schüler*innen der Brasilien-AG mitgeholfen, das Kinderhaus zu bauen und 2010 haben die deutschen und brasilianischen Jugendlichen gemeinsam einen Gemeinschaftsgarten angelegt. Es ist keine Voraussetzung Portugiesisch zu können, denn ein Sprachkurs kann sowohl vorher besucht werden als auch vor Ort in Cáceres. Man lebt dort in Gastfamilien und ist eingebunden in den Freundeskreis, der durch den Jugendaustausch zwischen Metzingen und Cáceres entstanden ist.

Anforderung an die Freiwilligen:


Für diesen Auslandseinsatz sind natürlich gewisse persönliche Kompetenzen gefordert: Freundlichkeit und Toleranz, Engagement, Geduld, Teamfähigkeit, Lust am Organisieren und vor allem Freude an der Arbeit mit Kindern. Ein gesellschaftskritisches Bewusstsein, verbunden mit dem Hinterfragen der herrschenden Weltwirtschaftsordnung ist auch kein Fehler um sich in dem Jahr in Brasilien zurechtzufinden.

Ort:

Cáceres ist eine Universitätsstadt mit 100.000 Einwohner*innen, liegt in der Grenzregion zu Bolivien am Fluss Rio Paraguay (in dem man am Stadtstrand baden kann) und ist das Tor zum weltgrößten Süßwassersumpfgebiet Pantanal. Durch unsere Kooperation mit der Universität UNEMAT können Freiwillige in ihrer Freizeit dort auch Seminare besuchen. Die Freiwilligen wohnen dort in Gastfamilien.

Weitere Informationen und Bewerbungsverfahren:

Die Trägerinstitution der zwei Einsatzstellen ist die Bonifatiusgemeinde in Metzingen. Wenn du Interesse hast, kannst du dich auf unserer Homepage und Instagram weiter über das Projekt informieren und uns über die Homepage auch kontaktieren um deine Bewerbung zu schicken: www.brasilienprojekt.org 

 

FSJ in Corona-Zeiten: 

 

Momentan (Stand Herbst 2021) sind in Cáceres prozentual ähnlich viele Menschen geimpft wie in Deutschland. Die Gefahr sich anzustecken ist dort etwas geringer als bei uns, weil sich ein Großteil des Lebens im Freien abspielt. In Cáceres gibt es mehrere Krankenhäuser, die Gesundheitsversorgung ist für Weltwärts-Freiwillige mit einer Auslandskrankenversicherung) gut. Die Schulen finden wieder in Präsenz mit Wechselunterricht statt und die Kinder können ins Projekt kommen. Es gibt an mehreren Tagen der Woche Judo-Unterricht und seit Beginn der Corona-Krise hat das Projekt einen eigenen Hühnerstall mit 100 Hühnern und einen großen Garten, auf dem viel Gemüse und Salat produziert wird. Hierbei helfen die Kinder (und die Freiwilligen!) mit.


Einen Eindruck der Arbeit als Freiwillige*r kannst du auf dem Blog des Projeto Gonçalinho

bekommen, der von Freiwilligen geführt wurde. (leider inzwischen ein paar Jahre her) Schau dir gerne auch unsere anderen Social-Media-Kanäle an: die Facebookseite des Projeto Gonçalinho (auf Portugiesisch), der Instagram Account der Brasilien AG des DBG Metzingen und den Youtube-Kanal mit Videos der Jugendaustausche und der Arbeit des Projekts.

Weitere Informationen und Bewerbungsverfahren:
Die Trägerinstitution der zwei Einsatzstellen ist die Bonifatiusgemeinde in Metzingen.
Wir freuen uns auf deine Bewerbung an: info@brasilienprojekt.org bis Ende Dezember 2021, spätestens aber bis Februar 2022.

Der Jugendaustausch wird gefördert vom BMFSFJ (Bundesfamilienministerium), unsere Partnerschaft mit dem Gonzalinhoprojekt wird finanziell unterstützt von der Paul Lechler Stiftung und von der Aktion "Jugend Hilft!" der Stiftung "Children for a better world".


Informationen über den Freiwilligendienst als PDF 

Ein kleiner Einblick in die Arbeit als Freiwillige:r

Bis Sommer 2016 waren Anna-Lisa Müllerschön und Vera Stein im Projekt. Sie berichteten im Mai-"WIR" (Zeitschrift der Bonifatius-Kirchengemeinde Metzingen) 2016 Folgendes: 

„Das Viertel Cavalhada, in dem das Projekt 2001 aus der Kirchengemeinde Sao Gonçalo heraus gegründet wurde, ist ein Brennpunkt für Drogen, Armut und Gewalt. Das Gonçalinho-Projekt hat großen Wert für die Kinder, die kaum Spielsachen besitzen und deren Eltern nicht intensiv Zeit mit ihnen verbringen können. Der Fernseher oder das Spielen auf der Straße sind ihre Alternative. So ist für diese Kinder ein Ort zum Spielen und Lernen außerhalb der halbtägigen Unterrichtszeiten besonders wichtig. Die Aussicht, 30 Kindern diese Alternative zu bieten und dabei selbst ein bisschen zu wachsen, hat uns überzeugt für ein Jahr hier zu arbeiten.

Eines der Highlights war für uns die Vorweihnachtszeit. Wir haben die deutsche Tradition des Adventskalenders umgesetzt und mit Süßigkeiten, Spielen und anderen Aktivitäten den Kindern eine große Freude bereiten können. Zum Abschluss vor den großen Ferien in der Regenzeit konnten wir gemeinsam mit dem Gonçalinho-Team einen Ausflug in ein Schwimmbad machen.

Im Projektalltag werden wir oft ermutigt unsere deutschen Wurzeln einzubringen. Wir versuchen über unsere Mülltrennkultur die Kinder für Werte zu sensibilisieren, die ihnen Zuhause kaum begegnen. Mit den Wochenthemen wollen wir ein Gegenmodell zu den stark stereotyp-orientierten Werten in der Gesellschaft zu bieten. Wir haben schon Aspekte behandelt wie die Unterschiede bei Menschen, die indigene Bevölkerung Brasiliens, die Frau in der Gesellschaft.

Seit diesem Jahr können wir von einem großen Zuwachs an Kindern berichten, der zwar eine Herausforderung ist, uns in erster Linie aber wahnsinnig freut. Mit 25 spielenden Teenies, ob UNO, Lego, Fußball oder Volleyball, werden der Platz vor dem Gebäude und das Spielzimmer zu eng. Deshalb soll ein Spielfeld für Fußball und Basketball her. Unsere Planung sieht eine 14x8 m überdachte -vor Sonne und Regen geschützte- Fläche vor."